Tuesday, August 29, 2006

Neuer Laptop! Neue Unterkunft! Neue Nahrung! Erste Bilder!


Es gibt in den USA sehr sehr gute Laptopangebote. Sogar solche bei denen Drucker, Scanner, Router .. inklusive sind. Soweit so gut. Doch diese Angebote muss man auch erst einmal bekommen. Um es kurz zu fassen, es ging wieder einmal alles schief. Fuer all diejenigen, die es interessiert... Christiani hat sich also ein super tolles Angebot herausgesucht,inklusive der oben genannten Komponenten. Auf also nach Oklahoma City (was ungefaehr 30 Min von hier entfernt ist). Zunaechst einmal gab es genau DEN Laptop fuer genau DAS wenige Geld natuerlich nicht mehr. Da dann auch noch saemtliche PCs in diesem tollen Geschaeft nicht funktionierten und meine Kreditkarte ebenso meinte nicht funktionieren zu muessen und noch so einige andere Dinge nicht funktionierten bzw. sehr viel Zeit beanspruchten, kostete mich der Aufenthalt in besagtem Geschaeft nicht nur viel mehr Geld als ich eigentlich gedachte
auszugeben, sondern auch noch drei ganze Stunden meiner Lebenszeit. Dazu muss man noch sagen, dass sich waehrend dieses dreistuendigen Aufenthalts und ungefaehr zehnmaligem Ansagen meiner Adresse etc. vor der Tuer ein Tornado anbahnte. Unsere amerikanische Freundin wurde auch schon immer nervoeser, so dass wir sehr froh waren dann doch irgendwann gehen zu koennen. Im uebrigen mussten wir dann den Drucker noch aus einem anderen Geschaeft abholen, da er in ersterem ausverkauft war. Der Tornado bahnte sich selbstverstaendlich noch immer an. Um es kurz zu fassen: Wir haben es alle ueberlebt. Der Himmel war aber schon wirklich sehenswert: Sehr sehr dunkel und an einer Stelle gruen-gelb. Ich darf berichten, dass ich so etwas noch nie gesehen habe. Hier mal noch ein Bild, was das Ganze leider nur annaehernd verdeutlicht.

Jetzt wuerde ich euch gern noch erzaehlen, dass die Geschichte damit noch nicht ganz zu Ende ist. Denn Christiani konnte es nicht lassen zwei Tage nach dem Laptopkauf noch einmal die Internetseite des Geschaefts aufzusuchen. Und was sieht sie da? Richtig ihren Laptop; allerdings 150 Dollar heruntergesetzt. Also wieder hin und Geld einfordern :) Ging im Prinzip auch, allerings hat es uns noch einmal eine geschlagen Stunde gekostet und wahrscheinlich ein paar dutzend Baeumen das Leben (fragt nicht wieviel verschiedene Rechnungen ich jetzt habe, die ich dann wiederum einschicken muss, um meine Rabatte zu erhalten.)

Tja, hier bin ich also im Rechnungsjungle und als stolze Laptopbesitzerin!
Weiter Bilder findet ihr hier.


Ansonsten, liebe Leser und Leserinnen, habe ich zu vermelden, dass ich morgen umziehe und mich sehr darauf freue. Ich werde in der dritten Etage wohnen. Somit ist schon einmal ein Mindestmass an Licht gewaehrleistet. Meine Mitbewohnerinnen sind wohl, soweit ich weiss, aus China, bzw. den USA. Ich bin schon ein wenig aufgeregt und hoffe doch, dass ich diesmal ein bisschen mehr Glueck habe.

Die Essensituation hat sich auch ein wenig verbessert, insbesondere da Alin und ich vor ein paar Tagen mit dem Fahrrad des naechtens einen Supermarkt namens Homeland aufgesucht haben. Selbiger ist zwar etwas teurer als Walmart, aber erheblich besser. Sehr erholsam war es ausserdem um Mitternacht zu shoppen, da ausser uns kaum jemand auf diese Idee kam. Weniger erholsam war dann die Rueckfahrt auf unseren Fahrraedern (erwaehnte ich schon, dass die Ketten immer runterspringen?). Aber gut, wer eben auch meint den Einkauf fuer eine gesamte Woche in Rucksaecken um Mitternacht per Fahhrad transportieren zu muessen, ist wohl auch einfach selberschuld.

Ansonsten habe ich heute noch 20 Dollar gefunden... und sofort wieder fuer Kopien ausgegeben.

Ich hoffe, dass ich euch bald spannendere Geschichten erzaehlen kann. Machts schoen huebsch.

Liebe Gruesse,
Eure Peilo

P.S.: Man glaubt es kaum, aber ich habe die ersten Bilder hochgeladen. Zu sehen sind sie hier

Friday, August 25, 2006

Yuchuuuu! Kurse!
Ja, endlich! Ich habe alle meine Kurse! Und zwar: "Mass Media and Society" zum einen und "Health Communication" zum anderen. Und wie schon erwähnt noch einen Psycho Kurs (für die interessierten (Hobby) Psychologen unter euch: Es handelt sich um "Introduction to Clinical Psychology"). Ansonsten nur mal kurz ein paar Ausschnitte des "normanschen" Lifestyles: 1. Auf dem riesigen und sehr schönen Campus fahren kleine Shuttlemobile hin und her, die einen nach Bedarf transportieren (so witzig wie praktisch) 2. Die Angst vor chronischer Verfettung führt dazu, dass ich mich wohl hier gesünder ernähre als zu Hause. 3. Meine amerikanische Mitbewohnerin sammelt Perücken (ich kenne bis jetzt die lila-schwarze, und weiß von der Existenz einer grauen). Diese setzt sie sich dann auf, um sich anderthalb Stunden lang laut lachend im Spiegel zu betrachten. Zur Verdeutlichung dessen, was ich unter laut lachen verstehe: Meine deutsche Mitbewohnerin dachte zunächst, es fände eine Party statt. 4. Partys finden meist nach dem Ping-Pong- Prinzip statt. Man stelle sich also vor, viele viele Austauschstudenten und Amerikaner feiern in einem Apartment. Man kann sich nun ziemlich sicher sein, dass früher oder später auch ungebetene Gäste die festliche Veranstaltung aufzusuchen pflegen. Definition ungebetener Gäste: Polizei bzw. Campus-Polizei (rent a cop) ;) Meist weiß die Partygesellschaft aber schon vorher Bescheid und verkrümelt sich kurzerhand in ein anderes Appartment. Gewieft, gelle!? ;) 5. Wir sind von unserer Gastfamilie zum Icecream- Social in die Kirche eingeladen worden. Dort gehen wir dann am Sonntag Abend also mal hin. Hmm.... 6. Ich denke oft an euch! 7. Ich schreie schon nicht mehr so laut ganz, wenn ich riesige Grillen tot trete, schlage, klopfe, zerquetsche, .... Selbige versammeln sich hier zu hunderten, und erschreckenderweise reicht es diesen Untieren nicht meterweit zu hüpfen, sondern sie entwickelten im Laufe der Evolution auch noch großartige Flugfähigkeiten um dann so über den Luftweg mit ihren riesigen Körpern gegen die noch riesigeren menschlichen Leibe zu prallen. Für die biologisch interessierten Leser: Die Tiere haben sich angewöhnt zu knirschen, wenn man sie denn tötet und zu allem Überfluss schauen sie einen auch noch direkt an (nein, ich bilde mir das nicht ein!) 8. Ich habe noch immer kein Auto und somit auch noch immer keine Ausflüge zu vermelden, aber ich hoffe ihr mögt mir das angesichts 105 F Temperatur verzeihen. 9. Christiani hat aber immerhin schon ein Fahrrad. Selbiges ist auch sehr schick, allerings muss ich dazu sagen, dass meine Kette sehr oft runterspringt und das Rad nur Rücktritt hat. Hat irgendjemand von euch vielleicht schon einmal ein Fahrrad mit Rücktritt und heruntergesprungener Kette in vollem Tempo zum Stehen gebracht, ohne dem Tode ein ganzes Stück näher zu sein? Ich bitte um die Veröffentlichung derartiger Erfahrungsberichte. Dass ich bei oben erwähnten Temperaturen auch fast einen Hitzschlag erlitten hätte, versteht sich ja eigentlich von selbst. 10. Weibliche amerikanische Studierende pflegen es nebst ihrem Rucksack auch noch eine kleine Handtasche bei sich zu tragen. Noch unklar bleibt bis jetzt, was sie darin transportieren. Sehr schön sind auch kleine Koffer oder Trolleys, die zur Beförderung der Unimaterialien benutzt werden.

In diesem Sinne! Es grüßt und herzt euch ganz herzlich die rasende Reporterin aus dem wahnsinnig aufregenden Norman!

Tuesday, August 22, 2006

Hello again,

tja, was soll ich sagen. Es gibt nicht wirklich soviel neues. Ich bin noch immer nicht vollständig in meine Kurse eingeschrieben, da es mit den nicht- Psycho- Kursen noch das ein oder andere Problem gibt. Ansonsten sind die Kurse (zumindest was den zeitlichen Aufwand betrifft) echt anspruchsvoll. ( Mehrere Klausuren/ Kontrollen, viele Hausaufgaben, viele Gruppenarbeiten.... einfach viel! ;) Neu ist vielleicht noch, dass ich wohl (wenn alles glatt geht) umziehen werde. Und zwar-man glaubt es kaum- zu Alin; oder aber zumindest in die gleiche Appartementanlage. In meiner Appartementanlage ist es recht langweilig und meine amerikanische Mitbewohnerin wird wohl nie meine beste Freundin werden. Außerdem sind die meisten Austauschstudenten in genau der Anlage untergebracht, in welcher ich eben gerade nicht hause (jedenfalls nicht offiziell) ;) Wo nun aber die ganzen Partys stattfinden ist ja mal klar. Natürlich dort, wo die meisten Austauschstudenten sind. Die kommen übrigens aus aller Herren Länder. Was mir jetzt sppontan einfällt ist Venezuela, Kolumbien, Spanien, Chile, Dänemark, Schweden, Frankreich, Russland, Südkorea, Schweden....Speziell bei den Südamerikanern steigt eigentlich immer 'ne Party. Am Wochende wollen die Herren aus Kolumbien außerdem mal die Kochlöffel schwingen. Bin schon gespannt. Ansonsten fühlt man sich ab und an ein wenig wie in der Jugendherberge. Es wird zu gemeinsamen Pizza Partys und Picknicks geladen (natürlich mit köstlichen Hamburgern). Zu derartigen Events lässt man sich dann zumeist in Shuttlebussen fahren, weil die Entfernungen einfach zu groß sind. So fühle ich mich hier (in gewisser Weise) doch etwas weniger "frei" als ich es von zu Hause gewohnt bin. Mal schauen, ob ich mir nicht doch ein Auto kaufe. So, da jetzt gleich Koreanisch gekocht wird, will ich den Köchen mal meine Hilfe zuteil werden lassen. Ich grüße euch ganz lieb! Seeyalater!

Wednesday, August 16, 2006

Die Assimilation schreitet voran!

Hey guys, how are you? Heute fand eine Orientierungsveranstaltung statt, die ihresgleichen sucht. Stellt euch einfach vor ihr wuerdet eine amerikanische Entertainmentshow besuchen. Die ganze Zeit wird im Auditorium geklatscht, applaudiert, getrampelt, gesprungen, geschrien, gepfiffen, Preise verlost (Alin hat ein T-Shirt gewonnen, ich gratuliere ihr an dieser Stelle recht herzlich!). Es wurden im Uebrigen auch Uebungen durchgefuehrt, wie man sich im Footballstaium zu verhalten hat. Also das hier Uberlebensnotwendige! :) Wie das aussah? So aehnlich wie wenn die gesamten Kindergaerten aus Chemnitz sich in einem Vorlesungssaal versammeln und den Hampelmann ueben: Arme nach oben: ein O und ein U formen... Arm nach vorn, laut geschrieen. Nun alle zusammen! YEAAAAAH!!! Und Applaus fuer uns alle! (Hilfe ich habe ein bisschen (!) mitgemacht) Na ja, mal im Ernst: Inhaltlich war es mitunter schon sehr hilfreich und die Mitarbeiter der University geben sich wirklich alle Muehe, dass sich die Austauschstudenten wohl fuehlen. Dennoch nervt es einen nach ungefaehr 6 Stunden schon gewaltig staendig zu hoeren, dass sie sooooo froh sind uns hier zu haben; dass sie sooooo stolz sind der University of Oklahoma anzugehoeren und dass sie uns ebensoooooo sehr zu unserer Wahl dergleichen beglueckwuenschen. Morgen gibt es den Spass dann noch einmal und dann gehen auch die Kuse am Montag schon los. Leider konnten wir uns noch nicht wirklich einschreiben, da unsere Betreuerin noch nicht auf dem Campus umherspringt. Aber das wird schon alles gut. Think positve! :) Ansonsten werden wir heute auf eine Party im "Wohnheim" gehen. Wird wohl eine ueberwiegend kolumbianische Veranstaltung werden. I'm really excited! Und morgen schmeisst die Claudia eine Party in ihrer Wohnung. Das Problem ist ein wenig, dass wir nicht wissen wieviele Leute im Endeffekt kommen werden, weil sich das unter den Austauschstudenten wie ein Lauffeuer verbreitet und jeder immer mehr Leute einlaed. Aber wir werden sehen! Vielleicht laed im Endeffekt jeder dieselben guys ein. Vielleicht nicht. Who knows :) (Who cares?) ;) Ansonsten haben wir heute dem Pool einen kurzen Besuch abgestattet und Hamburger gegessen :) Bei dieser Gelegenheit faellt mir ein, dass ich vergass euch im letzten Beitrag eine wichtige Mitteilung zu machen. Die erste Person, die wir im Flughafen von Philadelphia gesehen haben, war eine suuuperdicke Frau mit einem T-Shirt namens "I love Whopper" Sollte wohl so eine Art von Gott gesandte Warnung sein! Ansonsten noch eine gute Nachricht, fuer all diejenigen die an meinem Wohl interessiert sind (ich hoffe ihr alle): Es gibt in den Liquoer Stores auch Becks Bier! JUCHUUUUU!

Das war es fuer heute. Ich gruesse euch ganz ganz lieb und hoffe, dass ihr mir auch immer einmal schreibt! Danke auch fuer die bisherigen Kommentare! @ jooohn: I'm fine thanks. 'nyou?
@axel geile bilder! Da muss man schon aufpassen, dass das Heimweh keinen Einzug haelt. Nur erschreckend, dass nun wahrscheinlich sehr viele Leute auf die Bilder zugreifen. Ich haette auf der Party eindeutig weniger weinen sollen-haette mir besser zu Gesicht gestanden :)

Also guys, meldet euch!!! Lasst es euch gut gehen! Und nicht vergessen! We are soooo glad to have you! Wie immer auch herzallerliebste Gruesse von meinen Mitreisenden! Ahoi!

Tuesday, August 15, 2006

Hallo ihr Lieben,

ein Hoch auf die edlen Blogspender! Wie ich sehe ist das Blogleben ja auch schon in vollem Gange noch bevor ich ihn mir selbst angesehen habe! Sicher werden auch in Zukunft eure Beitraege zahlreicher ausfallen, denn die meinen :) Zu allererst einmal : Uns geht es gut, wenngleich noch so einiges so verwirrend, wie abschreckend, so erstaunlich wie schoen, so anstrengend wie gewoehungsbeduerftig ist. Ich hoffe jederman von euch ist ueber unsere Reise mit Hindernissen in Kenntnis gesetzt worden. Welcome to America! sag ich da nur! Wenn ich (hoffentlich in naher Zukunft) einen etwas gemuetlicheren Platz als diesen Bibliotheksrechner auftreiben sollte, kommentiere ich das an dieser Stelle noch ein wenig ausfuehrlicher! Fest steht schonmal, dass alles sehr verwirrend, aber andererseits, was die Entschaedigung angeblangt, fuer uns Deutsche auch ueberraschend unkompliziert vonstatten ging.
Zu unserem Leben hier in Jesusland: Wenn man mal davon absieht, dass man in den Appartements wohl versucht uns mittels Klimaanlagen tief zu kuehlen, haben wir hier im Moment heisse 40 Grad C im guten Oklahoma. Das macht sehr faul und zudem haben wir noch eine Menge zu organisieren. Ich fasse einfach mal Querbeet zusammen, was so geschah: Claudia und ich hatten einen sehr schoenen Geburtstag. (An dieser Stelle vielen Dank euch allen fuer die lieben Glueckwuensche!!!) Wir (fuer all diejenigen, die sich jetzt fragen, ob ich mit "wir" meine Mitlauefer meine, weit gefehlt! --> Claudia die Dritte im OK-Bunde hat am gleichen Tag wie ich Geburtstag) waren abends mit unserer Gastfamilie mexikanisch essen, was in Anbetracht der Tatsache, dass unser "Gastvater" den Besitzer des Restaurants kannte folgendermassen aussah: Die Geburtstagskinder sassen mit riesigen mexikanischen Hueten vor einem eheblichen Teil des Restaurantpersonals, welches unter anderem eine Gitarre gezueckt hatte und aus voller Kehle mexikanische Volkslieder zum Besten gab. Nicht zu verachten war im Uebrigen auch die typisch amerikanische Geburtstagstorte von ca. einem halben Quadratmeter Groesse, die so suess war wie die Peperoni scharf. Farblich glich sie mehr einem Kinderfarbkasten, denn einem Kuchen, wie man ihn in deutschen Landen kennt. Aber nichtsdestotrotz haben wir uns sehr darueber gefreut, zumal unsere Gasteltern extra "Alles Gute zum Geburtstag" auf die Torte meiseln liessen. Ein Stuekc Heimat kann ja nicht schaden! Bilder reiche ich nach! Apropos, Nahrung! Dies ist wie befuerchtet ein dunkles Kapitel. Eigentlich ist es stockfinster-zappenduster! So erlitt ich meinen ersten Kulturschok (so wie auch den zweiten) bei 3-4 stuendigen Wal-Mart Besuchen. Ich habe ungelogen noch nie so viele, so grosse und vor allem so ecklige Lebensmittel auf einem Haufen gesehen. Die Groesse der Verpackungen erklaert, by the way, zumindest die Groesse der Kuehlschraenke. Ansonsten finde ich fuer so manche Abartigkeit, die mir unter die Augen kam einfach keine Worte. Ein Beispiel: Eine Wurst (die ihrerseits schon sehr eklig aussah) in einer Art Honig-Getreide Huelle und das Ganze am Spiess. Soweit so eklig (ihr haettet es sehen muessen!)- getoppt wurde das Ganze durch zusaetzliches Blaubeeraroma, was sich in violetten Punkten in der Getreidehuelle aeusserte. Das Brot kann man wie erwartet auch vergessen: Es mag zwar dunkel sein und "German Bread" heissen, doch nichtsdestotrotz ist es so weich wie ein Hamburgerbroetchen (im Uebrigen schmeckt es auch aehnlich suess). Ich werde mich hueten noch viel mehr aufzuzaehlen, es wuerde wohl oder uebel den Rahmen des Blogs sprengen (eure Geduld wahrscheinlich auch). Gut, zurueck zum Geburtstag... Abends feierten wir noch fleissig mit anderen (Austausch)studenten/-innen (aus Deutschland, :), China, Korea, Daenemark, England, Schottland, Chile, USA...) Das war wirklich sehr sehr schoen (wenngleich es auch sofort Beschwerden gab und sogar die Polizei anruecken sollte). Geschenkt bekommen haben wir auch etwas: Schluesselanhaenger vom OU Footballteam, das hier sehr sehr beliebt ist. Sehr viele Leute fiebern dem Saisonbeginn entgegen. Oder anders: Mit dem Besitz dieses Anhaengers begann die Assimilation! :) Noch eine gute Nachricht: In der Anlage wo wir wohnen, darf man wider Erwarten doch Alkohol konsumieren! Juchuuu! ;) Da haetten wir auch schon das naechste Stichwort: Wohnen. Die Appartements sind der absolute Hammer. Wir drei haben jeweisl einen Aufenthaltsraum mit angeschlossener Kueche, 4 bedrooms, 2 Baeder, Fernseher, DVD-Player,Wireless Lan (wenn ich also einen Laptop guenstig erwerben sollte, koennt ihr euch vor meinen Beitraegen nicht mehr retten), Waschmaschine, Trockner, Geschirrspuelmaschine.....Echt klasse. In der Anlage gibt es einen Pool, ein Basketballfeld, ein Volleyballfeld, Minigolf etc. etc. Alles sieht zudem sehr nobel aus... (ist wohl reichen Adelshauesern nachempfunden). Die Universitaet und der Campus als solches sind im Uebrigen auch sehr schick, allerdings auch recht kuenstlich. Man hat versucht die Gebauede in gotischem Stil zu erbauen und sie sind speziell der Universitaet in Yale nachempfunden. Die Anlage gleicht einem Englischen Garten (inklusive nagelscherbeschnittenem Gras). Erwaehnte ich schon, dass Bilder nachgereicht werden? Liest eigentlich noch jemand, oder war es doch schon zu ermuedend? Wie dem auch sei...weiter gehts.. Die Wohnsituation. Ich wohne bis jetzt mit einer Amerikanerin (aus Texas) und einer Deutschen (was ich jetzt nicht so toll finde) zusammen. Allgemein muss ich gestehen, dass ich mit meinem Zimmer nicht sooooo viel Glueck hatte (um nicht zu sagen, dass es ein gewissermassen ein Griff ins Klo war). Ich bin zum einen in einem Teil der Anlage (genannt Tradtion Square East), in welchem wenige Austauschstudenten (und wenn doch, dann zumeist Deutsche) wohnen. Das Gute: Die andere Anlage (Tradition Square West, wo auch Claudia und Alin wohnen) ist zu Fuss ungefaehr 10 Min entfernt, also machbar. Dann ist da noch meine amerikanische Mitbewohnerin. Nun ja, was soll ich sagen... typisch amerikanisch vielleicht!? (Wobei ich damit den anderen vielen netten amerikanischen guys Unrecht tue!) Sie liebt ihr Auto; sie meinte, dass selbiges das Wichtigste in ihrem Leben sei; sie ist ein richtiges Muttikind (Kam mit gesamter Familie, inklusive Van und ihrem kompletten Haushalt angereist; erzaehlte auch gleich, dass sie zu Hause alles viel groesser und toller gewohnt ist und dort im Uebrigen auch stinkend faul ist), und ist in einer sonority. Letztere ist so eine Verbindung(Gegenstueck zu fraternity,welches dann die Maenner beherbergt), in welcher sich die reichen kleinen Maedchen und Jungs, finanziert durch die Eltern, abkapseln und fuer etwas besseres halten. Ein Teil von ihnen wohnt in separaten Hauesern. Die einzelnen Verbindungen tragen Namen wie Gamma Phi, Alpha oder weiss der Geier was. Vor den Hauesern wurde heute auch so eine Art Einzug gefeiert. Das gestaltete sich derart, dass ein Pulg von aufgestylten kreischenden Weibern in ihren jeweiligen Verbindungs- T- Sirts vor dem Haus umzaeunt von Luftballons zum Fotoshooting einrueckte, um dann dort allesamt ihr kuenstlichstes Laecheln aufzusetzen. Das war im Grunde sehr erbaermlich, aber auch erschreckend. Das war mehr Dummheit auf einem Haufen, als der gesunde Menschenverstand ertragen kann. Nun gut, ich kenne meine Mitbewohnerin nun noch nicht so gut, als dass ich einschaetzen koennte wie sie wirklich ist, aber das hat mich schon ein wenig abgeschreckt. Ausserdem ist mein Zimmer im Erdgeschoss und davor ist ein Fahrradstaender und eine Saule, ergo nicht sehr hell. Aber ich will mich nicht beschweren... ansonsten sind die Wohnanlagen, wie gesagt super! (Blick auf den Pool haette mir natuerlich besser gefallen). By the way, meine deutsche Mitbewohnerin habe ich ungefaehr drei Minuten gesehen, sie war mir aber ser sympathisch. Nun gut.... ansonsten ist noch nicht allzu viel passiert. Wir haben schon sehr viele nette Leute kennengelernt, darunter auch viele Koreaner (Alin und Claudia leben mit welchen zusammen), deren Essen wir heute getestet haben! Lecker!
Ich fasse also einmal kurz zusammen: 1. Sehr hilfsbereite und aufgeschlossene Amerikaner (leihen einem am Flughafen auch das Handy fuer einen Anruf nach Deutschland, fahren uns fuer Stunden zum Walmart und ueberall hin), 2. viele nette Austausstudenten aus vielen verschiedenen Laendern, 3. leider auch viele Insekten, die wie alles hier auch wesentlich groesser sind als in Deutschland, 4. Teppich ueberall (teilweise auch um Toiletten, lasse ich unbewertet), 5. alles ist wie im Film: die Strassen, mit zig "Restaurants", Tankstellen und Shops; 6. Essen ist super suess, und/oder super fettig, zumindest aber riesig und zumeist mit jeder Menge Sodium, was wohl das Wasser im Koerper speichern soll; 7.Fernsehen macht super nervoes; alles ist sehr bunt und laut 8.es gibt Amerikaner, deren Lieblingsworte fuck, god damn and bullshit sind, was sich darin auessert, dass jedes zweite Wort ein solches ist. 8. Sehr viele Amerikaner sind so dick, dass sie bei uns keinesfalls Kleidung finden wuerden. 9. andere joggen bei 40 Grad C in der Mittagshitze 10. ich habe noch nie so viel Alkohol auf einem Haufen gesehen, wie in einem der oertlichen Liquoer Stores. Erschreckend! 11. Es macht mich wahnsinnig, dass auf der Tastatur y und z vertauscht sind 12. Es gibt mehr als genug Leute, die mehr erzaehlen, als man jemals haette wissen wollen (ich will nicht wissen, dass meine Taxifahrerin 18 h ununterbrochen unterwegs war und muede ist!) 13. Last but not least: Ja, es gibt sagenhaft viele Kirchen :)
So ihr Guten, ich entlasse euch fuer den heutigen Tag und melde mich demnaechst mit Pictures zurueck. Ich hoffe sehr, dass es euch allen gut geht. Sobald ich Zeit finde, beantworte ich auch die Emails von euch persoenlich. Bitte nicht boese sein, wenn das heute und morgen nichts wird. (Infos habt ihr ja erstmal genug, denke ich). So, da jetzt ein sehr dicker Ami gleich neben mir sehr laut geruelpst hat, raeume ich mal lieber das Feld!

Ganz liebe Gruesse von Christiane und natuerlich auch Alin und Claudia aus dem Land der Extreme!