Thursday, November 09, 2006

Ja, wo fange ich denn jetzt am besten an...!?

Einst, vor langer Zeit...Es war einmal.... Once upon a time! Wie auch immer...es gibt einiges zu erzaehlen.

Austin- Rolling Stones Concert

22.10.2006. Austin- Stadt der Life Musik. Sie sollten Geschichte schreiben an diesem Abend. "It took Austin over 40 years to get stoned". Und nun sollte es gelingen. Wir mittendrin. Traenen fliessen schon vor dem Konzert- noch weit und breit keine Spur von den Stones. Aber Erinnerungen an zu Hause. An viele schoene Abende mit Vati und den Stones. Und nun darf ich hier sein.
In Austin. Mit 42 000 Menschen. Herrliches Wetter. Keep on rollin' father God. Unser Platz: Ein Volltreffer-nicht zu weit entfernt von der Hauptbuehne und direkt am Mittelgang. (Dort werden sich die Herren dann waehrend dem Konzert auf einer bewegenden Buehne in ca. 1m Entfernung an uns vorbei bewegen). Mariuajana Wolken aus allen Richtungen. Bunte Batik- Shirts: Keep Austin weird! Warten. " Los Lonely Boys" die Vorband. Texican Rock 'n' Roll.Blues Rock. Erinnert zeitweilig ein wenig an Santana. Sehr gut...weiter so. Warten. 1 Stunde und 20 Minuten und einige Zigaretten spaeter. (Wobei wir wieder einmal bei der Relativitaet von Zeit waeren. 1 Stunde kann sehr sehr lang sein). Endlich: Es geht los. You Got Me Rocking - Ja, aber sicher! -Let’s Spend The Night Together -Worauf ihr euch verlassen keonnt.- She’s So Cold Oh No Not You Again Sway-Wie grossartig kann man eigentlich auf einer Gitarre spielen? Unglaublich- Vielen Dank dafuer Herr Wood- Bob Wills Is Still The King -Nie zuvor life gespielt-Das Publikum tobt- Streets Of Love -Christiani kaempft erneut mit den Traenen...Kampf verloren- Ain’t To Proud To Beg Bitch Tumblin’ Dice Learning The Game Little T&A Under My Thumb Get Off My Cloud Start Me Up Honky Tonk Woman Sympathy for the Devil Jumpin' Jack Flash Satisfaction Can’t Always Get What You Want-in dem Fall schon- Brown Sugar. Feuerwerk! Schluss! Bin so gluecklich. Und vielleicht auf einer Stones DVD! :)

Mal zu Austin generell ein paar Worte: Grossartig. Eine bunte Mischung aus Wolkenkratzern und kleinen Bars. Modern und doch noch mit Hippie Flair. Live- Musik aus allen Richtungen. Dazu allerdings folgende Geschichte: Wir machen uns nach Draengeln meiner Wenigkeit auf die Suche nach dem Platz, wo Janis Joplin ihre Karriere startete. Der Reisefuehrer verspricht eine einmaliege Atmosphaere und super gutes TexMex Food. Klingt gut- Wir sind am Verhungern.Langes Suchen. Platz gefunden. Geschlossen! Gut...die Lacher habe ich noch jetzt auf meiner Seite. "Lass uns doch zum dem Platz von Janis Joplin gehen". "Lass uns doch in Bar XY gehen-dort spielt Janis Joplin, habe ich gehoert", "Ja wo ist denn Janis Joplin, eben war sie doch noch da...." To be continued. Nun ja- weiter geht's. Auf in das Vergnuegunsviertel von Austin, die 6th Street. Sushi-Bar. So teuer wie lecker! Super lecker!!! Dann machen wir uns auf die Suche nach Live- Musik. Sollte in der "City of LIVE MUSIC" ja nicht weiter schwer sein. Schon haben wir auch einen Platz gefunden. Kurze Diskussionen ueber den Eintrittspreis und die freundliche Bemerkung, dass es ja erst 12 sei und die Bar bis 2 geoffnet habe. Schlecht wenn man selbst keine Uhr hat und deshalb auch nicht weiss, dass es ungefaehr 1.15 Uhr ist. Was war also das Ende vom Lied!? Wir rein in die Bar, voller Freude auf Live-Musik. Kamen in den Genuss derselben. Ein halbes Lied spaeter stellte sich dann ungluecklicherweise heraus, dass das alles gewesen sein sollte, was wir von der Band zu hoeren bekommen. Musik aus. Alle Menschen stroemen heraus. 2 Chilenen und 2 Deutsche bleiben verstoert zurueck. Wie waren nochmal die Worte des herrlichen Menschens vom Einlass: Enjoy the show! Sollte sich somit als aeusserst ironische Bemerkung herausstellen. Wenig lustig. Beschweren gehen! Geld zurueck! So einfach geht das. Etwas was ich immer wieder feststellen muss: Die Amerikaner sind herrlich unkompliziert und so viel freundlicher als die Deutschen. Fassen wir zusammen: Wenig Live Musik also, aber trotzdem ein schoener Abend in einer herrlichen Stadt. Wir hatten auch genug Zeit, um uns Austin bei Tage zu betrachten. Geilomat, sage ich da nur! :)

Im Uebrigen starteten wir den Austin-Trip diesmal mit einer Verspaetung von einem Tag. Urspruenglich bestand der Plan am Freitag abzureisen, um einen Zwischenstop in Dallas einzulegen! Aus verschiedenen Greunden entschlossen sich die Chilenen dann allerdings erst am Samstag abreisen zu wollen. Vielleicht koennt ihr euch vorstellen, dass wir das gar nicht so witzig fanden. Letzlich gab es also erst mal einen kleinen Streit am Freitag und wiederum kein Dallas. Es stellte sich also heraus, dass Zeit noch wesentlich 'relativer' ist, als schon zu unserem Dallas-Trip angenommen! ;)


Interkulturelle Geschichten - Teil 39504935039485034853485-348543

Ein Stueck Rindfleisch. Ein Rotkohl. Kein Sossenkuchen. Aber Pumpernickel. Buttermilch. Wickelkloesse. Eine Christiane. Eine Alin. Sauerbraten soll es werden. Die deutsche Kultur vermittelnl lautet die Devise. Was bietet sich mehr an, als dies ueber die Geschmacksnerven zu tun!? Viele Stunden in der Kueche. Schon Tage vor dem eigentlich Mahl, wird geschnitten, eingelegt, gekoechelt. Dann der grosse Tag. Wird es gelingen!? Was wenn das Projekt misslingt!? Wo ist der Pizzaflyer? Doch: Es duftet. Staendiges Kosten. Einstimmig beschliessen die Koeche: Sie uebertrafen sich selbst. Alle Muetter und Grossmuetter in den deutschen Landen wuerden stolz auf sie sein. Nach stundenlangem und schweisstreibendem Kneten des Wickelklossteiges zollen sie diesen im uebrigen hoechsten Respekt.
Die Gaeste: 4 Chilenen (welche Ueberraschung) ;)

22 Uhr die verabredete Abendbrotzeit.
Doch wo bleiben selbige!? 22.10 niemand da. Keine Unruhe aufkommen lassen- kulturelle Unterschiede sind wir gewoehnt. 22.20 immer noch niemand zu sehen. Anrufen!? Nein, werden sicher gleich kommen. 22.30- Niemand da. OK- doch anrufen also. Was!? Hausaufgaben!? Was ihr kommt nicht!? Alin legt wuetend auf. Stunden in der Kueche und nun die Mitteilung, dass sie nicht kommen!? Aehhh..nun ja, deutsche Wut ist auch nicht zu verachten. Das Telefon klingelt. Nein, wir gehen nicht ran...sollen sie doch sehen, wo sie ihr Abendbrot herbekommen. Appettit ist uns vergangen. Gehen wuetend Bier holen. Dann laut Musik hoeren. Dann zu den Chilenen zur Aussprache. Es stellt sich folgendes heraus: Die denkbar unguenstigste Mischung besteht aus folgenden Zutaten: Kulturelle Unterschiede + Sprachbarriere + Missverstaendnis. Ein Teil der Chilenen kam zu spaet. Ein Teil hatte keine Zeit. Aber eigentlich wollten sie kommen. Reue. Lange Gesichter. Entschuldigungen. Wir verzeihen, aber das Essen faellt aus- Alin und ich gedachten fuer den naechsten Tag einfach jemand anderen einzuladen.

Naechster Tag: Ab in die Kueche. Bald wird unser Gast kommen. Es ist halb 9. Wann wollte er kommen? Halb 9!!! Warten. 9.35- 9.45- 9.55- 10.00. Erneuter Griff zum Telefon. Keine Antwort. Gut, auf Kolumbien ist demnach auch kein Verlass. Und warum in Teufels Namen sind alle unsere Freunde aus Suedamerika!? Und warum um Himmels Willen stehen die nicht auf der Matte wenn es Essen gibt!? Wer wuerde in Deutschland nicht zum Sauerbraten erscheinen!? Erneut versetzt. Unglaublich. Lachen oder Heulen!? Was also tun!? Doch wieder die Chilenen fragen!? Sehr peinlich nun. Aber so geschah es. Wir luden also erneut die Chilenen ein und noch einen verlaesslichen Gast aus Kolumbien (nicht der der aufgrund eines Katers nicht erschien *g*) und hatten am Ende- man glaubt es kaum- ein doch sehr nettes und leckeres Essen! (Es lebe das Happy End).


Happy Halloween!

"Nein, ich werde mir kein Halloweenkostuem kaufen. Fuer so 'nen Mist gebe ich doch kein Geld aus." Zitat Christiane K. aus C. ca. eine Woche
vor Halloween. Freitag dann, am Tag der ersten von tausenden Halloween Partys: Christiane und Alin begeben sich nach Norman- Campus Corner in ein kleines niedliches Geschaeft mit allerlei Kitsch und Raritaeten und finden dort...!? Richtig Halloweenkostueme. Genauer gesagt, Originalkleidung aus den 60er und 70er Jahren. Nachdem verschiedene andere mehr oder weniger laecherliche Stoffstuecke (Cheerleader- Kostuem, diverse Glitzerkleidchen....) fuer untragbar befunden worden, entschieden wir uns fuer ein Kleid und einen Hosenanzug im Leopardenmuster. Kostentpunkt ueber 30 Dollar (jeweils). Warum schreitet die Assimilation so gnadenlos voran!?

Aber ich muss gestehen, es hat Spass gemacht und sparsam wie ich bin, war ich insgesamt an 3 Tagen auf Halloweenpartys; die Investition muss sich ja wenigstens lohnen. Sehr interessant war in diesem Zusammenhang im Uebrigen auch einmal wieder die amerikanischen Maedels zu beobachten. Mir ist noch immer ein Raetsel, warum Halloween schlichtweg DER Anlass ist, um sich dermassen zu verunstalten, dass man auch in Hamburg auf der Reeperbahn arbeiten koennte.

Schlusswort

Wie immer moechte ich euch an dieser Stelle vertroesten. Bilder folgen noch. Bitte vergebt mir. Ich bin kein schlechter Mensch, nur weil ich ein schlechter Blogger! Bedingungslose Liebe ist sehr wichtig. :)

1 Comments:

At 7:15 AM, Anonymous Anonymous said...

juhuuuu, sie hat es geschafft... wir haben zu danken!

 

Post a Comment

<< Home